Bandscheibenvorfall – Vorbeugung und Behandlung

BandscheibenvorfallUnsere Wirbelsäule besteht insgesamt aus 24 Wirbeln, ohne Kreuz- und Steißbein; sie sind durch kleine Gelenke miteinander verbunden. Zwischen zwei Wirbeln liegt jeweils eine Bandscheibe. Sie besteht aus einem ringförmigen Faserknorpel mit einem weichen gelee-artigen Kern. Ohne diese Dämpfung würden die Wirbel bei jeder kleinsten Bewegung aneinander reiben. Durch ihren Wassergehalt und ihre Elastizität wirken die Bandscheiben nicht nur als Puffer, sondern fördern ebenfalls die Beweglichkeit der Wirbelsäule. Außerdem schaffen die Bandscheiben genügend Raum zwischen den Wirbeln für die Nerven, die hier den Rückenmarkskanal verlassen. Mit fortschreitendem Alter werden die Bandscheiben immer dünner und verlieren an Elastizität. Durch einseitige Beanspruchung, aber auch durch Übergewicht wird dieser Abnutzungsvorgang oft erheblich beschleunigt. Ein Bandscheibenvorfall kann aber auch schon in jungen Jahren auftreten. Als einseitige Beanspruchung muss zum Beispiel das lange Autofahren angesehen werden; oder das lange Sitzen im Büro. Auch häufiges und vor allem einseitiges Tragen schwerer Lasten schädigt auf Dauer die Bandscheiben. Gefährdet ist auch die weibliche Fraktion, die gern Stöckelschuhe tragen. 

Bandscheibenvorfall – Flache Bandscheiben und das „Kleinerwerden“ der Menschen

Im Alter soll der Mensch wieder kleiner werden. Dass dies in der Tat so ist, haben Wissenschaftler auf der ganzen Welt schon herausgefunden.

Zunächst halten sich alte Menschen nicht mehr so aufrecht wie in ihrer Jugend und dann schrumpfen eben ihre Bandscheiben.

Dieses „Kleinerwerden“ lässt sich natürlich nur im Verlauf der Zeiten feststellen und bewegt sich im Millimeterbereich.

Aber auch bei jungen Menschen gibt es Größenunterschiede und diese sogar während eines einzigen Tages: Wenn die Wirbelsäule des ganzen Tag über das Gewicht des Körpers getragen hat, sind die Bandscheiben flach gedrückt.

Nach der Entlastung, zum Beispiel während der Nachtruhe, könne sie sich wieder ausdehnen – bis zu einem Zentimeter.

Die Bandscheiben zwischen den Wirbeln sind nicht alle gleich stark. Ihre Dicke nimmt von oben nach unten zu. Nur die 5. Lendenwirbel-Bandscheibe ist flacher ausgebildet.

Hier befindet sich eine schwache Stelle, die besonders häufig für einen Bandscheibenvorfall verantwortlich ist.

Wenn Die Bandscheiben flacher werden, schrumpft auch der Abstand zwischen den Wirbeln. Im fortgeschrittenen Stadium des Bandscheibenvorfall, wenn die Bandscheiben zu flach sind, dass die Wirbel gegeneinander reiben können, werden die Nerven gereizt oder sogar eingeklemmt.

Es ist also nicht eine Bandscheibe, die die Schmerzen hervorrufen, sondern ein Nerv. Diese Schmerzen führen auch zu Verspannungen und Verkrampfungen der umgebenden Muskulatur.

Ist eine Vorbeugung gegenüber einem Bandscheibenvorfall möglich?

Abnutzungserscheinungen im Alter sind unvermeidbar. Dasselbe gilt auch für die Bandscheiben – auch dann, wenn Sie im hohen Alter noch keine Schmerzen empfunden haben.

Es kann bei einer Prophylaxe allenfalls darum gehen, verfrühte und übermäßige Abnutzungen zu verhindern und somit ein Bandscheibenvorfall zu vermeiden. Wer einen vorwiegend sitzenden Beruf ausübt, sollte durch eine abwechslungsreiche, sportliche Betätigung seine Muskeln stärken und damit seine Wirbelsäule entlasten.

Dieser „Sport“ fängt bereits beim „normalen“ Laufen an. Schwimmen eignet sich besonders bei vorhandenen Muskelverspannungen. Wenn Sie schon länger sitzen müssen, sollten Sie für optimale Sitzgelegenheiten sorgen.

Ein Bandscheibenvorfall ist schnell hervorgerufen, wenn Sie tiefe und / oder zu weiche Sessel haben. Sogar Kinder sollten „richtig“ sitzen lernen. Vermeiden Sie auf Dauer schweres und vor allem einseitiges Tragen von klobigen Lasten. Jedes Kilogramm ist eine erhöhte Belastung für die Wirbelsäule.

Falls Sie schon einmal einen Bandscheibenvorfall hatten, müssen Sie abrupte Bewegungen unbedingt vermeiden; immerhin riskieren dann eine Nerveneinklemmung.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es für einen Bandscheibenvorfall?

Bandscheiben, die einst an Elastizität und Dicke verloren haben, lassen sich nicht „erneuern“. Eine Behandlung kann nur darauf zielen, ein weiteres Fortschreiten der Abnutzung aufzuhalten und die akuten Beschwerden von einem Bandscheibenvorfall zu beheben oder wenigstens zu lindern.

Wärme ist hervorragend!! Sie verbessert die Durchblutung, löst Muskelverspannungen und mildert die Schmerzen enorm. Bestrahlungen können ebenfalls wärmen; Einreibungen und Bindegewebsmassagen lockern die verspannten Muskeln.

Bei starken Schmerzen, durch den Bandscheibenvorfall, können Einspritzungen in die Umgebung der Nervenwurzeln vom Arzt helfen und eine schlagartige Besserung hervorrufen. Hier finden Sie weitere umfangreiche Informationen rund um das Krankheitsbild Bandscheibenvorfall

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