Spondylose – Was sie darüber wissen sollten

SpondyloseDie Spondylose oder spondylosis deformans bezeichnet wie die Osteochondrose eine degenerative – also nicht rückbildbare – Veränderung der Wirbelsäule.

Spondylose – Symptomatik und Diagnose

Bei der Diagnostik werden in einem ersten Schritt Röntgenaufnahmen angefertigt.Wie bei der Osteochondrose geht auch die Spondylose mit einem Wasserverlust der Bandscheiben und einer anschließenden Verdichtung des Knochengewebes einher. Auf den Aufnahmen sind Anbauten an den Grund- und Deckplatten (also Ober- und Unterseite) der Wirbelkörper erkennbar. Diese erscheinen an den Rändern gezackt oder bilden Auswölbungen.Solche Veränderungen sind bei einem großen Anteil der älteren Bevölkerung manchmal ab dem fünfzigsten, häufig ab dem siebzigsten Lebensjahr erkennbar. Sie müssen noch nicht zu Beschwerden führen. Oft entwickelt sich die Symptomatik erst nach und nach.Wie bei anderen Wirbelsäulenerkrankungen ist vor allem die Lendenwirbelsäule häufig in Mitleidenschaft gezogen. Man spricht von der lumbalen Spondylose, die sich auch bereits in mittlerem Alter durch Morgensteifigkeit oder Schmerzen nach langem Sitzen bemerkbar macht. Die cervikale Spondylose an der Halswirbelsäule strahlt hingegen bis in die Schultern und die Arme aus und führt in sehr seltenen Fällen sogar zu Schluckbeschwerden. Die thoraxale Spondolyse verursacht beim Vorbeugen Schmerzen in der Brustwirbelsäule.Typisch ist, dass die Schmerzen bei sich wiederholenden Bewegungen stärker werden. Wie bei der Spinalkanalstenose sind Taubheitsgefühle und Kribbeln charakteristische Begleiterscheinungen.

Spondylose – Ursachen und Folgeerkrankungen

Die Spondylose tritt meist bei Patienten höheren Alters auf. Selten entsteht sie aufgrund genetischer Ursachen bereits in jungen Jahren. Sportverletzungen oder sich wiederholende schwere körperliche Arbeiten erhöhen das Risiko zu erkranken.Die Spondylose wird begünstigt durch Vorerkrankungen wie Stoffwechselerkrankungen, die auch zu einer geringeren Versorgung des gesamten Bewegungsapparates der Wirbelsäule mit Nährstoffen führen, ebenso durch Vorerkrankungen, die eine Instabilität der Wirbelsäule verursachen wie Osteoporose (Knochenschwund), entzündliche Erkrankungen etwa Spondylitis, in einzelnen Fällen durch Tumorerkrankungen oder Erkrankungen des zentralen Nervensystems beispielsweise multiple Sklerose.Aus einer anfänglichen Spondylose kann sich nicht nur eine Versteifung der Wirbelsäule, es können sich auch Folgeerkrankungen wie Spondylarthrose oder eine Spinalkanalstenose entwickeln.

Schweregrade der Spondylose

Es werden verschiedene Schweregrade unterschieden. Kleinere Auswüchse der Wirbelkörper, die zum Teil als Papageienschnäbel tituliert werden, fallen unter den ersten oder zweiten Grad, während beim dritten Grad die Wirbel zu einzelnen Brücken zusammenwachsen, bilden sie beim vierten – dem schwersten – Grad eine zusammenhängende Knochenplatte, die die Beweglichkeit erheblich einschränkt. Der Druck, den diese Verwachsungen auf die Nerven ausüben, reizt die Nervenenden, was wiederum Entzündungen hervorrufen kann. Die Wirbelknochen können dabei auf die Austrittsstellen der Spinalnerven, die foramina intervertebralia, oder die des Rückenkanals, die Spinalnerven, drücken.Abgrenzung zu anderen Erkrankungen.Abzugrenzen ist die Spondylose etwa von der Spondylolistesis, bei der die Wirbelkörper von Geburt an besonders dünn sind. Die Spondylolistesis wird auch als Wirbelgleiten bezeichnet, da sich die Wirbelkörper aus ihrer natürlichen Position heraus verschieben.Bei der Spondylose geht der Erkrankung ein Bruch des Wirbelkörpers voraus. Diese Fraktur tritt jedoch selten, am ehesten bei Nachwuchssportlern – beispielsweise Turnern oder Gewichthebern – auf.

Behandlungsmöglichkeiten

Ist eine Operation unumgänglich, können verschiedene zum Teil minimal invasive Methoden angewandt werden. Durch das Erhitzen kleiner Sonden, die in die Bandscheibe einzubringen sind, kann die Bandscheibenausdehnung verringert werden. Manchmal müssen auch Knochenauswüchse entfernt werden.Vor jeder Operation kommen schmerzbekämpfende Methoden wie Akupunktur, Schmerzmittel oder Injektionen mit Betäubungsmitteln in Betracht. Reizstrom, Wärmebehandlung und Massagen können die zur Erhaltung und Verbesserung der Beweglichkeit wichtigen krankengymnastischen Übungen unterstützen. Hilfreich ist es, wenn der Patient auf eine ausgewogene Ernährung achtet, die zum einen den Stoffwechsel unterstützt, zum anderen trägt eine Gewichtsreduktion bei Übergewicht zur Linderung der Beschwerden bei.

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